Für viele katholische Gläubige ist der Ablass passé. Weil der Reformator Martin Luther die Ablasslehre und -praxis im Jahre 1517 in seinen 95 Thesen heftig kritisierte, besteht die Ansicht, Ablässe zu gewinnen sei ein Relikt aus dem Mittelalter oder zumindest unökumenisch. Darum waren viele erstaunt, als der Papst mit der Proklamation des Heiligen Jahres 2000 einen besonderen Jubiläumsablass ankündigte. Wer aber genauer auf die kirchliche Praxis blickt, wird feststellen, dass die katholische Kirche niemals aufgegeben hat, Ablässe zu verleihen, und die Gläubigen stets Ablässe gewonnen haben. Dafür stehen bekannte Ablässe wie ‚Urbi et orbi‘, ‚Allerseelenablass‘ und ‚Portiuncula-Ablass‘, die Jahr für Jahr empfangen werden. Doch was ist ein Ablass? Wie kann man Ablässe gewinnen? Die vorliegende Schrift beantwortet diese Fragen. Nach einer Darlegung der kirchlichen Lehre über den Ablass werden sämtliche vollkommenen Ablässe, die die Kirche im Handbuch der Ablässe (2008) – lateinisch: Enchiridion indulgentiarum (2004) – bewilligt hat, beschrieben und die Bedingungen für ihre Gewinnung genannt. Ein eigenes Kapitel erklärt die Lehre über das Fegfeuer.
Der Ablass in Lehre und Praxis
€ 20,40
Peter Christoph Düren
Artikelnummer: 1364
Kategorie: Glaube und Kirche



